Upgrade oder Relaunch? Warum die eigentliche Entscheidung nichts mit TYPO3-Versionen zu tun hat
Sollten wir die bestehende Plattform modernisieren oder wäre es wirtschaftlicher, noch einmal komplett von vorne zu beginnen?
Einblicke in unsere Arbeit: TYPO3-Upgrades, Engineering-Praktiken und wie wir mit Agenturen zusammenarbeiten.
Sollten wir die bestehende Plattform modernisieren oder wäre es wirtschaftlicher, noch einmal komplett von vorne zu beginnen?
Wenn über Open Source gesprochen wird, konzentrieren sich viele Diskussionen auf neue Funktionen, Sicherheitsupdates oder Release-Zyklen. Deutlich seltener wird darüber gesprochen, warum Unternehmen überhaupt Zeit, Geld und erfahrene Entwickler investieren, obwohl sich diese Investitionen nur selten unmittelbar einem einzelnen Kundenprojekt zuordnen lassen. Genau diese Frage beschäftigt uns seit einigen Jahren immer wieder.
In Europa gehört TYPO3 seit vielen Jahren zu den etablierten Enterprise-CMS. Zahlreiche Unternehmen, öffentliche Einrichtungen und internationale Konzerne setzen auf die Plattform, weil sie langfristige Wartbarkeit, flexible Berechtigungskonzepte und eine hohe Anpassbarkeit miteinander verbindet. Außerhalb Europas wird TYPO3 dagegen häufig noch immer als Nischenprodukt wahrgenommen. Nach unserer Einschätzung liegt genau darin eine der größten Chancen für die kommenden Jahre.
Erfahrene TYPO3-Entwickler sind in vielen Agenturen die wertvollste technische Ressource. Gerade deshalb stellt sich bei größeren Upgrade-Projekten eine Frage, die erstaunlich selten diskutiert wird: Ist ein Enterprise-Upgrade tatsächlich die Aufgabe, mit der diese Entwickler den größten Mehrwert für ihre Kunden schaffen?
Viele technische Herausforderungen eines TYPO3-Upgrades lassen sich mit Erfahrung, Werkzeugen und einem strukturierten Prozess beherrschen. Es gibt jedoch einen Bereich, in dem selbst die beste Vorbereitung keine eindeutige Antwort liefern kann: die Weiterentwicklung von Third-Party-Extensions.
Ein Festpreis für ein größeres TYPO3-Upgrade klingt zunächst widersprüchlich. Schließlich besteht der Reiz eines Time-&-Material-Projekts genau darin, dass sich unbekannte Risiken flexibel behandeln lassen. Warum entscheiden wir uns trotzdem in vielen Projekten bewusst für einen Festpreis? Die Antwort hat überraschend wenig mit Kalkulation und erstaunlich viel mit Engineering zu tun.